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Die #kaiserkinder aus Going

Handwerk Schnitzer Reini Meilinger
Handwerk Schnitzer Reini Meilinger

Handwerk aus Leidenschaft: Sieben Goinger im Portrait

Wie schön, dass es am Wilden Kaiser Menschen gibt, die Meister ihres Fachs sind und mit viel Hingabe Handgemachtes fertigen. Ob Bildhauer, Imker oder Drechsler – sie alle gehen ganz verschiedenen Berufen nach und doch haben sie eines gemeinsam: die Liebe zu ihrem Handwerk. Wir haben mit sieben Goingern gesprochen: über ihr Können, ihre Passion und die Wertschätzung, die ihrem Metier zuteilwird.

Als wir Reini Meilingers Atelier betreten, liegt der Geruch von Holz in der Luft. Wir schauen uns um. Hobel, Meissel, Modelle für seine Schnitzereien stehen im Raum. Ein großer Frosch, Reinis aktuelles Werk für einen Freizeitpark am Hartkaiser, wartet draußen auf die weitere Bearbeitung mit der Kettensäge. „Davor habe ich für die Bergbahn einen Uhu mit einem drehbaren Kopf und einen Zauberer angefertigt, der eine eingebaute Nebelmaschine hat“, berichtet der Bildhauer über seine letzten Arbeiten.

Sein Job bereitet Reini sichtlich viel Freude. Die Arbeit ist abwechslungsreich. Nicht nur Holz, sondern auch Metall und Stein gehören zu seinen Werkstoffen und im Winter fertigt er Skulpturen aus Schnee und Eis. Das Handwerk findet Anklang in Tirol und generell in Österreich, sagt Reini: „Die Schnitzerei ist Teil unserer Region, sie war schon immer da.“ Aber er betont, dass auch eine gewisse Wandlungsfähigkeit wichtig ist: „In der Kunst kannst du nicht immer dasselbe machen, du musst auch mit der Zeit gehen“. Darum macht er nicht nur traditionelle Schnitzereien, sondern nimmt auch Sonderwünsche und Spezialaufträge an.

Die Arbeiten des Künstlers sind nicht nur in seinem „Rein.art Atelier“ zu sehen, sondern können auch jeden Sommer beim Goinger Handwerkskunstmarkt bestaunt werden. Schon seit 30 Jahren gibt es den Markt, bei dem die Weitergabe längst vergessener Fertigkeiten im Vordergrund steht.

Auch Daniela Fischbacher ist jedes Jahr mit Begeisterung am Handwerkskunstmarkt dabei. Als wir mit der Goingerin sprechen ist sofort klar: Sie ist ein besonders kreativer Mensch. Sie fotografiert, malt, erzählt uns von der Umgestaltung ihrer Wohnung. An der Wand hängt ihr Scherenschnitt von Jimi Hendrix. Vor einigen Jahren hat ihr ein Freund, der sie bei ihrer Schaffenskraft unterstützen wollte, ein Sandstrahlgerät geschenkt. „Eines der besten Geschenke, die ich je bekommen habe“, sagt sie. Bis ihre filigran verzierten Gläser und Krüge fertig sind, ist ein langer und aufwendiger Prozess nötig, erzählt Daniela. Am meisten Spaß machen ihr das Auswählen und Ausschneiden der Motive, das Abkleben der Gläser: „Das ist beruhigend, man kann abschalten vom Alltagsstress“. Nach den Vorbereitungen wird dann beim Sandstrahlen durch das Schleifmittel Sand die Oberfläche der Glasobjekte mattiert. Auf der behandelten Oberfläche ist am Ende das zuvor abgeklebte Motiv sichtbar, zum Beispiel ein Hirsch, ein Herz oder ein Stern.
Oft verwendet sie Altglas, Teelichthalter und Weckgläser welche von anderen Leuten aussortiert wurden. Sie ist ganz klar gegen die heute leider weit verbreitete Wegwerfmentalität. „Aus Altem kann man doch etwas Neues, Wunderschönes machen! Gerade die alten Gläser sind besonders wertig und haben tolle Formen.“

Genauso wie Daniela hat sich auch Johann Kaufmann – kurz Hansä – sein Handwerk komplett selbst beigebracht. Eigentlich wollte sein Vater, dass er wie er selbst Mechaniker wird. Aber Hansä interessierte sich immer nur für den Werkstoff Holz. Seine Leidenschaft dafür wurde geweckt, als er als Weihnachtsgeschenk eine Drehbank bekommen hat. Von da an wurde Hansä zum richtigen Holzwurm und Drechsler. Seit mehr als vierzig Jahren macht der geistig und körperlich gehandicapte Goinger nun schon mit viel Geschick und Formgefühl Dekorationsstücke sowie Möbel. Auch beim Goinger Handwerksmarkt ist Hansä vertreten. Besucher können ihm dort beim Drechseln zusehen und so mehr über eines der ältesten Gewerke der Erde erfahren. Bis heute wird das Drehen mit der Hand weltweit ausgeübt und stellt nach wie vor eine wichtige Ergänzung in der Holzbearbeitung dar.

Einer, der ein ebenso traditionsreiches Handwerk ausübt ist Hans Haselsberger. Der gelernte Schmied hat in seinen Beruf nur sechs Jahre gearbeitet. Danach zog es ihn ins Ausland und zu einem anderen Werkstoff: Zehn Jahre lang war er in der Schweiz und war im Holzhandwerk tätig. Dann kam er wieder zurück nach Going und fand dort sein privates Glück. Das Schmieden wollte er doch nie ganz sein lassen. Heute übt es der Pensionist noch am Handwerkskunstmarkt aus, um seine Gemeinde damit zu unterstützen, und um Gäste und Einheimischen einen Einblick in das Gewerk zu geben, das es schon seit der Bronzezeit gibt.

Auch der Verkauf von hausgemachten Lebensmitteln ab Hof hat in Tirol eine lange Tradition. Von Milch bis hin zu Käse, Honig, Schnaps und Wurst – in den Dörfern rund um den Wilden Kaiser gibt es eine Vielzahl an Bauern, die ihre Produkte direkt auf dem Hof und auf dem Handwerkskunstmarkt verkaufen. Dass die lokalen Schmankerln mit viel Erfahrung und handwerklichem Geschick zubereitet werden, schmeckt man.
Toni Recheis hat einen jener Traditionsbetriebe, die Lebensmittel mit viel Liebe produzieren. Er betreibt in Going eine kleine Biolandwirtschaft. Das Steckenpferd seiner Familie ist bereits seit 130 Jahren der Honig. Seine Urgroßmutter begann damals mit der Imkerei und hat das Wissen rund um die Gewinnung des flüssigen Golds weitergegeben. Mit Toni ist mittlerweile die vierte Generation in der Imkerei am Werk. Bei unserem Gespräch ist ganz deutlich zu spüren, mit welchem Wissen und welcher Begeisterung Toni seinem Handwerk nachgeht. Er erzählt von Königin, Drohnen, Arbeitern und schwärmt von den intelligenten Abläufen im Bienenstock. „Am meisten fasziniert mich der Zusammenhalt, der in einem Bienenvolk herrscht.“ Seine 100 Bienenvölker mit circa vier Millionen Bienen sind fleißig an unterschiedlichen Ständen in der Region unterwegs. So kann der Imker verschiedene Honigsorten vom Almrosenhonig bis zum Hochgebirgshonig ernten.

Den Schnapsbrenner Hermann Bichler haben frühere Generationen eher indirekt beeinflusst: Als sein Wagnerhof 2006 umgebaut wurde, kam zufällig ein alter Brennkessel auf dem Dachboden zum Vorschein. Das 90 Jahre alte Fundstück hat Hermann neugierig gemacht und seine Leidenschaft fürs Schnapsbrennen entfacht. Nach diversen Brennkursen und ersten Versuchen, die laut Hermann noch eher bescheiden schmeckten, hat sich der Hobby-Schnapsbrenner weiter dem Thema gewidmet und sich vieles selbst beigebracht. Heute erfreuen sich Hermanns Edelbrände großer Beliebtheit. Bei der jährlichen Prämierung der besten Schnäpse Tirols ist er mittlerweile zum dritten Mal mit von der Partie. Doch auf seinen Lorbeeren will sich Hermann nicht ausruhen: „Im Frühjahr mache ich noch die Ausbildung zum Edelbrandsommelier“, erzählt er uns. Als wir mit ihm sprechen, bereitet er gerade in seinem Brennerhäusl einen Apfelbrand zu, dessen süßer Duft in der Luft liegt. Für einen Liter Edelbrand werden etwa 15 kg Obst benötigt. Und bei Hermann kommen nur hochwertige Früchte in den Brennkessel. „Das Obst ist das Wichtigste. Es schmeckt jedes Jahr anders. Das ist das Spannende am Schnapsbrennen!“

Ein Betrieb, dem wir ebenso einen Besuch abstatten, ist die Backstube von Sandro Schipflinger, dem jüngsten Bäckermeister in Tirol. Schon in der fünften Generation werden hier Brezen, Brot und weitere Leckereien nach Familienrezepten gebacken. In Hochphasen gehen hier bis zu 2000 Semmeln am Tag über den Ladentisch. Die Produkte der Schipflingers sind sowohl bei Goingern als auch den Touristen beliebt, jedoch gibt es Unterschiede in den kulinarischen Vorlieben: „Die Niederländer lieben Zwiebel- und Speckweckerl, während die Deutschen sehr gern gesunde Produkte wie Körnerbrot essen“, schmunzelt Sandro. Und bei den Einheimischen, das wissen wir aus eigener Erfahrung, gelten die Sahnerollen des Goinger Bäcks als legendär. Der 24-Jährige erzählt uns, warum er seinen Beruf so liebt: „Du weißt, du hast ein echtes Handwerk geschaffen. Wir verwenden nur einheimische Produkte und geben unser Bestes, damit die Menschen etwas Gesundes zu Essen kriegen. Und das allerschönste ist, dass uns unsere Kunden gute Rückmeldungen geben und uns sagen, wie gut es ihnen schmeckt.“

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