Going stärkt

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Donnergroll & Glockenschall. Oder das traditionelle Wetterläuten.

Ein Brauch, welcher in Tirol auch heute noch weit verbreitet ist.

Going Ortspositionierung_Wilder Kaiser_Foto von Felbert_Reiter (111)

Wenn’s an heißen Sommertagen ein Gewitter aufzieht, dann wird manch einem schon mal bange ums Herz. Eine schwarze, bedrohliche Wolkenwand schiebt sich über den Himmel und immer wieder lassen Blitze alles hell erleuchten bevor ein heftiger Donner folgt. Und dann ist es so weit, in Going und am ganzen Wilder Kaiser hört man laut die Kirchenglocken. Das brauchtümliche Wetterläuten hat begonnen. Die Verwunderung bei vielen Gästen ist groß, läuten doch plötzlich und über Minuten die Kirchenglocken. Bei den Einheimischen hingegen sieht man pure Erleichterung. Aber was steckt nun wirklich hinter diesem traditionellen Brauch?

Man sagt, es soll die Entstehung von schlimmen Unwettern behindern, Gewitter vertreiben und sogar vor Hagelschauer bewahren. Schützen soll´s das Leben, das Haus, das Vieh und die Ernte. Schon seit jeher wird an diesem Tun festgehalten.
Der physikalische Aspekt besagt, dass durch das Glockenläuten ein Schalldruck erzeugt wird, der bei bestimmten Geländeformen Auswirkungen auf den Gewitterverlauf hat. Die Gewitterwolken werden sozusagen gebrochen und schlimmes Unglück damit verhindert.
Doch der religiöse Glaube daran ist für die Einheimischen mindestens genauso wichtig. Die Glocken, welche mit Weihwasser und durch die Salbung mit Chrisam geweiht wurden sollen mit ihrem Klang bei Gott Gehör finden. Man schreibt ihnen auch eine dämonische Kraft und Unheil abwendende Macht zu. Und so wird die Funktion der Glocken in der Kirche durch den folgenden alten Glockenspruch sehr gut beschrieben:
„Ich rufe die Lebenden, betrauere die Verstorbenen und breche die Blitze.“
Für viele hört es sich so an, doch ist das Wetterläuten nicht einfach ein wahlloses Gebimmel, es steckt eine wahre Wissenschaft dahinter. Die Wetterglocke ist eine ganz besondere, in Going trägt sie den Namen „Zwölfnerin“. In den meisten Kirchen ist sie die Größte Glocke und mit kunstvollen Symbolen verziert. Sie ist dann auch diejenige, mit der das Wetterläuten gestartet wird, bevor alle anderen Glocken einstimmen.
Ganz von allein beginnen die Glocken aber nicht zu läuten, da braucht es schon noch Menschenhand dazu. Erna, die Goinger Mesnerin weiß ganz genau wann es soweit ist. Schon lange kümmert sie sich um die Goinger Pfarrkirche. „Die Aufgaben hören nie auf. Bald ist da was zu tun und dann wieder dort.“, erzählt die 76-jährige. Auch das Wetterläuten obliegt ihr. Und das verlangt schon um einiges mehr als ein gutes Bauchgefühl. Weil wenn ein schweres Gewitter kommt, dann geht es in den Bergen doch immer recht schnell.
Ernas Weg führt sie dann zielstrebig in die Kirche um die „Zwölfnerin“ und die restlichen drei Glocken in Schwung zusetzten. Denn genauso verlässlich wie die Eine schon über 200 Jahre läutet, so beständig und ohne Ausnahme bedient die Andere schon über 25 Jahre dieses wichtige Amt. Sie sind eben ein eingespieltes Team, unsere Mesnerin Erna und die Goinger „Zwölfnerin“.

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