Going stärkt

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Ich lebe meinen Traum

Hans Sigl Natalie OHara_Wilder Kaiser_ Thomas R. Schumann

Als Gastwirtin "Susanne Dreiseitl" wurde Natalie O'Hara in der Serie Bergdoktor bekannt. Warum die Drehorte der Region Wilder Kaiser bei ihr Gänsehaut-Feeling erzeugen und der Promifaktor auch etwas Gutes hat, erzählte uns die sympathische Schauspielerin im Interview.

Eigentlich war Natalie O'Haras Traumberuf Zirkusclown. "Aber ab dem Zeitpunkt, als ich mit sieben Jahren verstand, dass Schauspielerin ein Beruf ist, wollte ich nichts anders mehr werden." Dass ihre Eltern von der damalig kindlichen Berufsidee nicht ganz so begeistert waren, kann man sich vorstellen. "Sie haben mich dennoch immer unterstützt, besonders bei der Ausübung meiner Hobbys." So wurden die Weichen zu einer erfolgreichen Bühnenlaufbahn bereits früh gestellt. Nach Theatergruppe, Ballett und Musicalausbildung in Hamburg folgten die ersten Drehtage 1999 in der ARD-Serie "St. Angela".

Seit dieser Zeit sind einige Jahre vergangen, in denen die gebürtige Göttingerin bei zahlreichen Film- und Theaterproduktionen mitgewirkt hat. Ob lieber TV oder Bühne? "Das ist schwer zu sagen, beides wenn ich ehrlich bin – ich lebe mit der Schauspielerei einfach meinen Traum! Beim Theater hat man die Möglichkeit, sich voll und ganz in die Rolle hineinzuspüren, da sie ja von Anfang bis zum Schluss durchgespielt wird. Auch der direkte Kontakt mit dem Publikum, ihre Reaktionen; das ist schon etwas Besonderes. Film ist hier ganz anders, da wir zeitlich zwischen den Szenen hin- und herspringen müssen. Was mich hierbei begeistert, sind die wunderschönen Orte, an denen wir drehen. Immer wenn ich nach der Winterpause das erste Mal nach Tirol komme, dann kann ich es kaum erwarten, den Wilden Kaiser zu sehen. Für mich hat er eine ganz besondere Ausstrahlung, ein Kraft, die ich so gar nicht beschreiben kann. Auf jeden Fall macht es mir irrsinnig viel Spaß, hier zu drehen."

Film-Wirtin mit Gastronomieerfahrung

Natalie lacht: "Ja, während meiner Ausbildung habe ich tatsächlich einige Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt. Als Aushilfskellnerin in der Disko und im Eiscafé. Daher habe ich wohl auch meine Fähigkeiten beim Servieren." Zum Kochen kommt die 40-jährige Schauspielerin aber selten. "Meist bin ich auf Reisen und beruflich viel unterwegs, da bleibt wenig Zeit für kulinarische Meisterleistungen und gastgeberische Einladungen." Wenn man soviel herumkommt, dann ist man wohl auch viel alleine, so ohne Familie und Freunde? "Ab und zu, ja. Aber besonders an den Schauspielbühnen gibt es einfach ganz tolle Kollegen und die adoptiere ich dann immer gleich als meine Zweitfamilie, für die Zeit, in der ich dort bin. Wir gehen oft zusammen essen oder ins Café."

Promifaktor für den guten Zweck

"Dass ich so einfach auf der Straße erkannt werde, ich schon noch irritierend für mich. Aber es ist total schön, wenn die Leute mich treffen und sich so freuen." Manchmal ist der Promifaktor aber auch nützlich und gut, denn seit kurzem ist Natalie Botschafterin für den Verein "Recover your Smile", der krebskranken Menschen professionelle Fotoshootings schenkt. "Wir versuchen mit dieser Aktion, den Patienten ihr durch die schlimme Krankheit und die vielen belastenden Therapien verloren gegangenes Selbstbewusstsein ein Stück weit wieder zurückzugeben." Dass sie hier "ohne viel Aufwand und einfach nur, weil mich ein paar Leute kennen" Gutes tun kann, das findet Natalie O'Hara am großartigsten am Prominentsein!

"Ich finde das Leben ist wirklich ein ganz großes Geschenk." Man spürt sofort, Natalie meint das erst. Sie ist jemand, der aus tiefstem Herzen und mit voller Kraft strahlt, der seine Mitmenschen begeistert und inspiriert. Nicht nur auf der Bühne, vielmehr noch im wahren Leben.

Das Bergdoktordorf mit dem Gasthof Wilder Kaiser

Das Bergdoktordorf mit dem Gasthof Wilder Kaiser
Das Bergdoktordorf mit dem Gasthof Wilder Kaiser

Seit 2007 wird „Der Bergdoktor“ am Wilden Kaiser gedreht. Im August 2015 wurde die aufwendigste Folge der neunten Staffel in Going produziert - ein Nachtdreh, mit Bühne und zahlreichen Komparsen. Das beschauliche Dorf Going, mit ursprünglichen Wurzeln, welches von seinen Bewohnern mit viel Liebe gepflegt wird, fiel den „Machern“ des Bergdoktors gleich ins Auge. Weitum bekannt ist die Kirche mit dem Kirchplatz und dem Dorfbrunnen – das Herzstück Goings.

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